3. Tag an der Carpigiani Gelato University

Im gestrigen Blogeintrag haben wir Euch von den verschiedenen Herstellungsmethoden erzählt. Diese Methoden haben wir für Milchgelato genutzt. Im Sommer schmecken aber auch Sorbets sehr lecker und erfrischend. Diesem Thema haben wir uns an Tag drei gewidmet.

Bei den Fruchtsorbetti, konnten wir uns anhand von 5 Fragen ein eigenes Rezept erstellen.

  1. Wie viele Früchte braucht es? Die Menge hängt von der Geschmacksintensität einer Frucht ab. Eine Zitrone gehört zu den Früchten mit sehr intensivem Geschmack, also muss davon weniger in die Gesamtmischung gegeben werden. Aprikose gehört beispielsweise zu den Früchten mit mittelstarker Intensität. Erdbeeren sind dagegen eher schwach im Geschmack, daher kommen davon bis zu 70% in die Mischung.
  2. Wieviel Zucker braucht es? Auch hier gehen wir wieder von den Früchten aus. Früchte mit einem hohen Zuckeranteil benötigen weniger Zugabe von anderen Zuckerarten. Gesamthaft darf der Zuckeranteil aus Früchten und zusätzlichen Zuckerarten zwischen 27 und 33% betragen.
  3. Wieviel Basis benötigt es? Früchte mit wenig Fruchtfleisch benötigen mehr Basis. Je mehr Fruchtfleisch vorhanden ist desto weniger Basis muss dazugegeben werden.
  4. Wieviel Zitronensaft benötigt es? Zitronensaft wird dazu benötigt, die Farben der Früchte zu erhalten und die Süsse zu reduzieren. Hier wird immer 1% der totalen Mixtur genommen. (Bei Zitronensorbet ist es natürlich anders 😉 )
  5. Wieviel Wasser wird benötigt? Hier gibt es eine klare Regel: Wenn man beispielsweise 1000g einer Mixtur erstellen möchte, zieht man von den 1000g sämtliche Zutaten ab. Die Differenz ist die Anzahl g Wasser, die es noch benötigt.

Wir werden Euch zu einem späteren Zeitpunkt sicherlich noch ein paar Rezepte zeigen. Vor allem das Zitronensorbetto hat es uns total angetan, diese Kombination aus süsse und frische…. LECKER!

Eiszeit Zitronensorbetto

Am Nachmittag durften wir die Geschichte von Speiseeis kennenlernen. Weisst du wer das Speiseeis erfunden hat? Wir waren wirklich überrascht, dass dies die Ägypter waren. Bereits ca. 2500 Jahre vor Christus haben die Ägypter Eis verwendet um Speisen zu konservieren. Nicht ganz sicher ist es, ob sie das Eis auch gegessen haben. Sicher ist, dass Kaiser Nero, der 54 – 68 nach Christus das römische Reich regierte, Eis oder gestampften Schnee mit Früchten und Gewürzen angereichert hat und dies gegessen hat. Im 8. Jahrhundert hat man in Kairo dann das süsse Eis entdeckt. Dem Eis-Frucht-Gemisch haben die Araber Zucker hinzugefügt und es Scherbet (heutiges Sorbetto) genannt. Über Sizilien gelangte die Süssspeise etwa zur selben Zeit nach Europa.

Im 15. Jahrhundert hat Catarina de Medici den französischen König geheiratet. In ihrem Gefolge war auch ein Eismacher und ein Konditor. Der Sizilianer namens Procopio war es dann, der um ca 1660 in Paris den ersten Eissalon eröffnete. Er fügte erstmals die heute noch gängigen Grundzutaten für ein cremiges Eis zusammen.

Das Museeum zeigt auch die ersten Stengelieisformen und Eismaschinen. Hier haben wir Euch ein paar Impressionen dazu. Falls ihr mal in Bologna seid, ist ein Auslug in das Gelatomuseeum von Carpigiani sehr empfehlenswert.

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